Der Giftpfarrer in Silbodal

Der Pfarrer Anders Lindbäck (1803-1865) plante den Wein fürs Abendmahl mit Arsen zu vermischen.

1862 bekam er die Stellung als Pfarrer in Silbodal und zog von Dalsland nach Årjäng. Das Gebiet war sehr arm und Lindbäck nannte es das Sibirien von Schweden.

Die Armut bekümmerte den neuen Pfarrer, aber bald verstand er welches Ansehen seine Stellung in dieser armen Umgebung hatte, bald wurde er der Diktator des Gebiets.

Er sah auch, wie viel die armen und kranken  Menschen der Gemeinde kosteten. Aber er hatte eine Lösung, die wirtschaftlich war und die auch das Leiden ausgewählter Mitglieder der Gemeinde verminderte.

Anders Lindbäck machte oft Hausbesuche um die Armen und Kranken zu segnen und ihnen das Abendmahl zu geben. Nach dem Besuch des Pfarrers  wurden mehrere von ihnen noch kränker und einige starben. Keiner wusste, dass dies ein Teil seines Plans war und das er Arsen in den Wein gemischt hatte.

Alles lief wie geplant, bis er seinen Plan aufgab und einen reichen Mann tötete. Nach einer Weile hat Anders Lindbäck drei Morde und drei Mordversuche zugegeben. In seiner langen, und sehr umstrittenen, Verteidigungsrede hat er erklärt, dass er tat was er konnte, um das Leiden der Gemeindemitglieder zu vermindern.

Seine Rede hat ihn nicht gerettet und er wurde zum Tode verurteilt. Er ging seiner Strafe voraus und hat sich in seiner Zelle, im Gefängnis in Karlstad, erhängt.

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